Endlich Urlaub Part 2

Unseren Tag in Vegas starteten wir mit Ausschlafen und einem super teuren Buffetfrühstück im Hotel. Da wir die letzten Tage jedoch kaum Essen gegangen waren und wenn, dann nur bei Fastfoodketten, war dies im Budget drin. Hungrig machten wir uns über warme Speisen (die keine Burger waren) her und natürlich Obst und O-Saft. Auch gab es ein paar süße Sachen für Simon und für mich meinen geliebten Bacon! Nach dem Frühstück ging es dann ein bisschen den Strip entlang (laufen), was einfach nur ungeheuer warm war. Trotzdem schafften wir es irgendwie bis zum Hotel Venedig und staunten nicht schlecht, wie echt dies aussah. Auf dem Kanal schipperten Gondeln mit Menschen, die Gondoliere sangen und man konnte die Brücke überqueren, um einen Kaffee am Marktplatz zu trinken. Wir liefen ein bisschen am Wasser entlang und machten Fotos, dann ging es weiter zum nächsten Hotel. Diesmal ging es in ein weniger berühmtes Hotel – nämlich zu den Griechen. Dort am Eingang trafen wir einen super netten Securitymann, der uns erst Mal ganz stolz erzählte, wie besonders es hier drin war. Eine Besonderheit waren die Rolltreppen. Diese verliefen nämlich nicht gerade nach oben, sondern in einer Kurve wie eine Wendeltreppe. Solch eine Rolltreppe gibt es nur 2x in den USA. Außerdem empfahl er uns die Atlantis Show am anderen Ende des Hotels, die wir uns ansahen und wirklich interessant fanden. Danach waren wir allerdings ziemlich unmotiviert, wieder raus in die Hitze zu gehen und noch weiter den Strip entlang zu laufen, da wir das ganze am Ende ja auch wieder zurücklaufen mussten. Somit vertagten wir den Rest auf abends, wo wir uns die Wassershow am Bellagio anschauen wollten. Zurück im Hotel machte dann jeder, was er gerne wollte und entspannte. Am Abend bestellten wir uns dann zwei riesige Pizzen, die nicht nur Abendessen, sondern auch Essen für den nächsten Tag werden sollten. Sie waren, wenn man sie abholte, jedoch billiger, als jeder andere Fastfoodladen. Nachdem wir uns also mit Pizza vollgestopft hatten, machten wir uns fertig, um die Wassershow am Bellagio zu sehen. Am Abend ließ sich das Ganze auch schon deutlich besser laufen, als am Morgen und Las Vegas hat deutlich mehr zu bieten! Auf dem Weg kauften wir dann auch noch Simons vergessenen Gürtel und endlich rutschte seine Hose nicht mehr:D. Angekommen am Bellagio, verliefen wir uns erstmal im Hotel, was bei der Größe der Hotels in Vegas nicht wirklich schwer ist. Als wir endlich den Ausgang gefunden hatten, ging die Show gerade los und da wir keinen wirklich guten Platz mehr finden konnten, warteten wir die 15min auf die nächste! Während wir warteten, bekam ich meine Bilder mit dem Eifelturm (Paris ist ja so schön:D), anschließend sahen wir dann die recht beeindruckende Show. Danach machten wir uns mit dem Uber auf den Weg nach Hause, weil es am nächsten Tag wieder früh losgehen sollte. Der nächste Punkt auf unserer Liste: Der Grand Canyon.
Am nächsten Tag ging es dann etwas später los als gedacht, da wir leider ein wenig verschlafen hatten. Also auf, schnell alles zusammengepackt, was noch nicht eingepackt war und los. Wir fuhren zuerst zum Hoover Dam, der auf der Grenze von Nevada zu Arizona liegt. Dies ist eine Talsperre (Colorado River), die den Lake Mead bildet, den größten Stausee der USA. Die Wasserkraft wird genutzt, um elektrische Energie zu gewinnen, was wiederum den Unterhalt für den Damm finanziert, der eigentliche Sinn ist aber die regelmäßige Abgabe von Wasser in die umliegenden Staaten, da diese vorher oft von Dürreperioden oder Überschwemmungen betroffen waren. Danach machten wir uns auf den Weg, einen Kaffee bzw. eine Cola zu besorgen und fuhren dazu nach Kingman, wo das Schild der Route 66 unsere Aufmerksamkeit erregte. Schnell fanden wir heraus, dass wir auch darüber zum Grand Canyon gelangten und entschieden uns für diesen Weg. Wir fuhren durch mehrere kleinere Indianer Dörfer, die alle ziemlich heruntergekommen aussahen und trafen schließlich wieder auf den Highway. Nach einem kurzen Stück darauf ging es dann wieder runter und weiter 60 Meilen auf einer Landstraße bis zum Grand Canyon. Dort angekommen, gingen als erstes ins Visitor Center und informierten uns darüber, was man so alles an einem Tag machen konnte. Wir entschieden uns schließlich dazu, am South Rim entlang zu gehen und zum Ende des Tages den Sonnenuntergang bewundern. Somit gingen wir zwar nicht in den Canyon hinein, da es aber sowieso recht heiß war, fanden wir es beide nicht so schlimm. Nach ein paar Stunden verdunkelte sich dann der Himmel und wir hatten schon Angst, es würde anfangen zu regnen, zum Glück zog das Gewitter jedoch über uns hinweg, blieb dann allerdings am North Rim hängen und ruinierte somit den Sonnenuntergang. Wir sahen zwar noch den Anfang des Ganzen, entschieden uns dann aber, lieber dafür ins Hotel zu fahren, als weiter zuzusehen, wie die Sonne hinter den Wolken unterging. Dort angekommen, gingen wir noch schnell duschen, entschieden, was am nächsten Tag gemacht werden sollte und gingen dann schlafen. Am nächsten Morgen checkten wir um 5:30am aus und machten uns auf den Weg zum Horseshoe Bend. Wir zogen diesen dem
North Rim vor, weil es uns 4 Stunden Fahrt ersparte und wir nicht glaubten, dass die andere Seite des Rims eine neue Einsicht in das Ganze geben würde. Am Horseshoe Bend angekommen, machte ich mich dann auf den Weg, eine weitere Hikingtour zu überleben, auch wenn diesmal der Berg wieder nicht so enorm war. Der Weg hinunter zum Fluss war dann jedoch recht lang und schon beim Runtergehen fragte ich mich, wie ich da nur wieder raufkommen sollte. Unten angekommen, konnten wir auf die beeindruckende 270° Kurve des Colorado River sehen und machten natürlich…. Fotos. Außerdem liefen wir ein bisschen herum, um verschiedene Aussichten zu sehen. Nach einer Stunde traten wir den Rückweg an und durch einen kleinen Rückenwind von Simon kam ich dann auch irgendwie den Berg wieder hoch. Danach fuhren wir weiter nach Page und von da aus durch Utah und Arizona zurück nach Las Vegas. Dort kamen wir dann spät am Abend an und checkten erneut im Circus Circus ein. Beim Einchecken bekamen wir einen Gutschein für das Restaurant, da das Abendessen aber immer noch viel zu überteuert war, entschieden wir uns dafür, unsere Reste zu essen (für die Thunfischdosen hatten wir extra noch einen Dosenöffner gekauft) und setzten den Gutschein am nächsten Morgen ein, um noch einmal dort zu frühstücken. Da wir nicht wirklich in Vegas bleiben wollten, entschlossen wir uns, noch einmal ins Auto zu steigen, um ein California Schild zu finden, das einzige Bordersign, mit dem ich noch kein Foto hatte. Das erste war ca. 40 Minuten weg, da es jedoch direkt am Highway stand, probierten wir es erst auf einer kleinen Nebenstraße, diese Grenze hatte jedoch kein Schild und führte uns außerdem erneut ins Nichts. Also fuhren wir unverrichteter Dinge wieder zurück und erneut zum Rastplatz neben dem Highway Schild. Während wir noch versuchten, einen Ausblick zu bekommen, ohne direkt neben dem Highway zu stehen, hielten dort die ersten Autos an. Darauf dachten wir uns, na dann mal los und liefen die letzten Meter, nachdem wir noch durch eine Art Tür (wahrscheinlich haben das schon viele Leute vor uns gemacht) gegangen waren. Am Schild machten wir schnell Fotos, dann ging es zurück ins sichere Auto und zum Flughafen. Dort gaben wir das Auto früher als gedacht ab und warteten die restliche Zeit bis zu unserem Abflug am Flughafen, da wir beide nicht sonderlich begeistert von Las Vegas waren. Kurz vor dem Abflug aßen wir noch zu Abend, danach ging es zurück in mein geliebtes Texas, für das letzte Wochenende mit Simon, bevor ich wieder arbeiten musste. Samstag Morgen gingen wir dann mit Nancy zu Barton Springs, wo wir Johana und einen Freund von ihr trafen, später kamen noch Jose und Isra hinzu. Simon sprang todesmutig ins kalte Wasser und auch ich entschied mich dafür, nicht langsam hineinzugehen, sondern zu springen, was das ganze Drama verkürzte. Kalt ist Barton Springs nämlich immer und langsam hineinzugehen, hilft nicht wirklich. Danach faulenzten wir in der Sonne, bis uns wieder zu warm war und es wieder ins Wasser ging. Nach ein paar Stunden bekamen wir Hunger und entschlossen uns, etwas zum Essen zu holen und danach wieder zu kommen. Es ging diesmal zu Torchy’s Taco, auch wenn Simon glaubte, Tacos nicht zu mögen. Wir suchten uns alle etwas to go aus, doch noch während wir warteten, verdunkelte sich der Himmel. Zurück in Barton Springs gaben uns Jose und Isra unsere Sachen über den Zaun, ins Wasser oder wieder reingelassen wurde keiner mehr. Also fuhren wir heim und machten uns bereit für einen Ausgehabend, wenn auch Simon in keinen Club durfte. Zuerst trafen wir uns mit Johana und Nancy bei Hopdoddy zum Abendessen, dann ging es zum Broken Spoke. Weil der Eintritt für die Dancehall jedoch $12 betrug und Simon nicht so wirklich überzeugt davon war, entschieden wir uns, stattdessen ins Irene zu gehen. Dort blieben wir dann auch noch eine ganze Weile und danach ging es nach Hause. Sonntag schliefen wir aus, danach holten wir Nancy ab und gingen brunchen. Der Brunch war gut und zum Abschluss fuhren wir noch los, Simon eine wirkliche Texas Longhorncap zu kaufen. Unsere Pläne für den Abend ließen wir dann fallen, weil wir beide keine Lust mehr auf Aktivitäten oder im Auto sitzen hatten und ich auch nicht wirklich motiviert war, Auto zu fahren. Gemeinsam gammelten wir im Bett rum, aßen mit meiner Gastfamilie und ich ging früh schlafen, da mein Urlaub nun zu Ende war und ich am nächsten Morgen pünktlich um 8am wieder arbeiten musste. Der Urlaub war schön und wird immer ein Andenken bleiben, aber meine zweite Urlaubswoche werde ich definitiv weniger anstrengend gestalten, um wirklich ausgeruht zu sein.

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