Endlich Urlaub Part 1

Hallihallo, nun melde ich mich auch mal wieder und erzähle euch von meinem Urlaub und dem Besuch von zu Hause. Donnerstag Abend um 7pm landete Simon also am Flughafen in Austin. Ich freute mich schon sehr auf ihn und den damit verbundenen Urlaub. Außerdem war es nach meinen fast 11 Monaten schön, ein Stückchen Heimat wiederzuhaben. Freitag ging es dann, trotz Jetlags, auf eine kleine Sightseeing Tour in Austin. Meine Hostmum und die Kids waren Donnerstag Mittag zu einem Wochenendtrip nach Dallas aufgebrochen und somit musste ich den Rest der Woche nicht arbeiten, sondern hatte schon Urlaub. Zuerst ging es für uns ins Texas State Capitol, in dem ich auch noch nicht gewesen war, also für uns beide eine neue Erfahrung. Es ist interessant zu sehen, wie die Räume des Supreme Court etc. aussehen und dass es schon ein bisschen anders ist, als in Deutschland. Außerdem ist in der großen Kuppel ein Stern mit den Buchstaben von TEXAS eingebracht. Nachdem wir uns alle möglichen Räume angeschaut hatten, ging es dann zum South Congress, ein paar Straßengemälde anschauen und einen ersten Eindruck von der texanischen Hitze bekommen. Nach ca. 2 Stunden fuhren wir dann zurück nach Hause, da es erstens zu warm und außerdem Simons Jetlag doch recht groß war. Zu Hause packten wir dann schon mal unseren Koffer für die Reise, die am nächsten Tag starten sollte. Las Vegas, Yosemite Park und Grand Canyon waren der Plan. Als gepackt war, verbrachten wir dann einfach ein bisschen Zeit miteinander, lagen im Bett und entspannten. Abends ging es dann mit Nancy, Nelson und Silvia zu Saltlick und Simon’s erster American BBQ Erfahrung. Anders als erwartet, bekamen wir gleich einen Tisch und konnten bestellen, statt wie sonst erst draußen zu sitzen, Live-Musik zu hören und die selbst mitgebrachten Getränke zu trinken. Das Essen war gut und wir hatten einen schönen Abend, der Nachtisch wurde dann draußen gegessen. Kurz darauf mussten Nelson und Silvia los, da sie am nächsten Morgen nach Nashville fliegen wollten. Nancy, Simon und ich fuhren noch zum Spiderhouse, einem/r kleinen Lokal/Bar. Dann ging es auch für uns nach Hause und ins Bett. Am nächsten Morgen packten wir dann noch die letzten Sachen zusammen und dann hieß es warten, bis wir endlich zum Flughafen durften:D. Dort lief dann auch alles super glatt und nachdem wir unsere Pizza verspeist hatten, ging es auch schon los. Wie ja alle wissen, liebe ich fliegen, aber als wir nach knapp 3 Stunden nun über den Grand Canyon flogen und klare Sicht auf ihn hatten, genoss ich es noch mehr. Gute 40 Minuten später landeten wir dann im berühmten Las Vegas. Obwohl wir es nicht anders erwartet hatten, waren die 15° wärmer recht überraschend warm, als wir den Flughafen verließen und wir waren froh, als wir endlich in unserem Auto saßen und die Klimaanlage anschalten konnten. Das Mieten hatte ohne Probleme geklappt und in der Parkinglot entschieden wir uns dann für einen kleinen, aber feinen, roten Hyundai accent, was, wie wir im Nachhinein wissen, eine gute Entscheidung war. Dann ging es als erstes zum Welcome Sign von Las Vegas, wo wir allerdings recht schnell wieder verschwanden, da die Schlange elend lang war und wir uns nicht auch noch in die pralle Sonne stellen wollten. Also checkten wir erstmal in unserem Hotel ein (was eher an ein Motel aus Pretty Little Liars erinnerte, als an ein Hotel) und überlegten, was wir noch für den nächsten Tag kaufen mussten. Nachdem die Liste geschrieben war, fuhren wir zu Whole Foods, kauften alles ein und schauten dann nochmal beim Welcome sign vorbei, da es auf der Route zum Essen lag. Die Schlange war nun deutlich kürzer und das Licht sowieso viel schöner, weil die Sonne dabei war, unterzugehen. Also bekam ich doch noch mein Foto vor dem Schild und alle waren glücklich. Dann holten wir uns noch etwas zum Essen bei Sonic, fuhren damit zurück ins Hotel und aßen dort. Dann hieß es, sich Bett fertig machen, da es eine sehr kurze Nacht werden würde. Um 5am klingelte der Wecker und um 5:20am verließen wir Vegas in Richtung Yosemite National Park, der etwa 8 Stunden entfernt ist. Schön war es, die Sonne aufgehen zu sehen, während wir aus der Stadt ins Nichts fuhren, nur Wüste und ein paar Berge, die natürlich auch nicht so aussahen, wie wir sie kannten. Erster Stopp war Pahrumpf, wo wir in einem Diner schnell etwas zum Essen kauften und dann weiter fuhren. Auf unserem Weg zum Yosemite fuhren wir natürlich auch durch das Death Valley. Stundenlang fuhren wir also durchs Nichts auf fast nur geradeaus verlaufenden Straßen. Dies war im späteren Verlauf ermüdender als gedacht, zu dem Zeitpunkt aber noch völlig machbar. Im Death Valley selbst hatten wir Glück, da der Himmel den ganzen Tag von Wolken bedeckt war, was uns eine Menge Benzin und Schweißausbrüche außerhalb des Autos ersparte. Außerdem kauften wir uns dort unseren National Park Pass und erfuhren, dass am nächsten Tag Jubiläum des heißesten Tages (134°F/56°C) gefeiert wurde. Wir waren froh, dass diese Temperaturen bei unserem Aufenthalt nicht erreicht wurden. Danach ging die Fahrt weiter durch Nichts und nach 7 Stunden kamen wir endlich wieder in eine Art Zivilisation zurück, auch wenn es sich immer noch nicht wirklich sicher anfühlte (so zumindest mein Gefühl). 3 weitere Stunden später kamen wir dann endlich im Yosemite Park an und noch bevor wir den Eingang erreichten, war ich begeistert. Es war nicht mehr ganz so warm und endlich wieder grün, die Berge hatten teilweise noch Schnee auf den Spitzen und die Natur war beeindruckend. Nachdem wir den Eingang passiert hatten, fuhren wir weiter ins Innere des Parks. Zuerst hielten wir an einem See, der von Bergen umgeben war, wo wir ein Murmeltier sahen und den Ausblick genossen. Anders als gedacht, fuhren wir an diesem Tag nicht mehr bis zu den Yosemite Falls, sondern gingen am Lake May eine kleine Runde wandern. Auf unserem Weg begegnete uns Schnee und es war ein merkwürdiges und witziges Gefühl, in kurzen Klamotten im Schnee zu stehen. Die Wanderung war nicht all zu steil, von daher konnte ich diese auch gut meistern und wir genossen die Kühle gemeinsam mit der tollen Natur. Nach ca. 2 Stunden waren wir dann zurück am Auto und machten uns auf den Weg zu unserem Hotel, da wir dorthin noch 2 Stunden brauchten und es schon recht spät war. Am Eingang des Parks gab es dann natürlich noch das obligatorische Foto mit dem Eingangsschild und wir merkten, wie es langsam wirklich kühl wurde. Im Motel angekommen, checkten wir ein, duschten und gingen schlafen, der Wecker war wieder auf 5 Uhr gestellt. Diesmal sollte es nun aber wirklich zu den Yosemite Falls gehen, wofür wir jedoch den Park durchqueren und dann wieder ein Stück östlich fahren mussten. Auf dem Weg dorthin verfuhren wir uns im Park, was jedoch unser Glück war, da wir an dem Parkplatz, an dem wir hielten, den besten Ausblick auf einen der Wasserfälle hatten und es eine super schöne Stelle war. Danach ging es weiter zum eigentlichen Ziel, dem Glacier Point. Das Gute für mich war, dass wir fast bis nach ganz oben fahren konnten und ich mir so einen langen Hike sparte. die letzten Meter waren dann zwar steil, aber machbar und die Aussicht jede Anstrengung wert. Nicht nur, dass man die Wasserfälle sehen konnte, man hatte auch eine super Aussicht über das Tal und die schneebedeckten Bergspitzen. Natürlich machten Simon und ich auch an diesem Ort ein paar recht gefährliche Manöver, um das „perfekte“ Foto zu bekommen und hatten unseren Spaß dabei, dem anderen zu erklären, dass er das nicht überleben würde:D. Natürlich überlebten wir alles und hatten ein paar schöne Fotos. Danach machten wir uns auf den Weg zurück nach Vegas. Diesmal nahmen wir den westlichen Ausgang des Parks und fuhren über den Highway zurück. Wie ich schon immer vermutet hatte, gefiel mir Northern California sehr und Fresno ist eine außerordentlich schöne Stadt zum Anhalten. Kurze Zeit überlegten wir, nicht zurück nach Las Vegas, sondern nach LA zu fahren, da wir nun nur noch knapp 2,5 Stunden entfernt waren, konnten aber leider nicht wirklich eine Unterkunft finden und verwarfen den Plan wieder. Damit steht es immer noch auf meiner Liste und ich hoffe, es kommt noch zu einem Wochenendtrip dorthin. Nach gut 8 weiteren Stunden Fahrt und einem Stopp bei Walmart, um Essen zu kaufen, kamen wir in Las Vegas an und checkten in unserem Hotel, dem Circus Circus ein.

Bildschirmfoto 2017-07-31 um 16.37.07

Genauen Orte: Las Vegas – Red Rock Mountain – Pahrump – Ash Meadows National Park – Lone Pine – Bishop – Mammoth Lakes – June Lake Loop – Lee Vining – Saddle Bag Lake – Lone Pine – Glacier Point -Sierra National Forest – Madera – Mariposa – Bass Lake – Fresno – Las Vegas

 

 

 

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