Vorletzte Arbeitswoche

Montag ging es dann wieder in eine neue, lange Woche. Die Wochenenden sind immer super schnell vorbei und auch sonst vergehen die Wochen recht schnell. Montag hatten wir einen ganz guten Tag, auch wenn die Kids mit ihrer Streitphase noch nicht fertig sind. Wir alle sind, glaube ich, reif für ein bisschen Urlaub, ohne Schedule, ohne die nervige Sarah, die nur Deutsch redet und ohne schreiende Kinder:D. Aber ein Ende war für uns alle ja in Sicht, solange hieß es: Durchhalten und weiter machen.
Also verließen wir gleich morgens das Haus, da unsere Putzfrau kam und wir somit nicht drinnen spielen konnten. Wir fuhren zu Locomotion, aber da diese erst um 10am aufmachen, gingen wir noch auf einen Platz daneben, auf dem mehrere Zephyr stehen, Züge, die das erste Mal eine Verbindung von Denver nach Dallas aufstellten und in die man wenigstens einmal reinschauen konnte. Schließlich konnten wir endlich zu Locomotion. Am Nachmittag spielten wir gemeinsam im Garten und im Haus.
Dienstag hatten wir dann, wie immer, morgens unser Playdate mit Nancy, diesmal bei ihr zu Hause. Also lud meine Hostmum Korbin und mich ab, dann fuhr sie mit Barrett zum Schwimmen. Die beiden Jungs hatten ihren Spaß zusammen, kneteten auf der Terrasse und kochten. Es war immer was für sie zu tun und sie hatten einen schönen Vormittag. Am Nachmittag gingen wir dann nicht, wie gewöhnlich, zum Playdate zu Karo und Lenno, sondern schwimmen, da Lenno leider krank war und mit Fieber im Bett lag. Wir fuhren diesmal zu einem Freibad etwas weiter weg und die Kinder hatten ihren Spaß. Zwar durften sie nicht die große tolle Wasserrutsche runterrutschen, weil sie noch zu klein sind und auch die Lifeguards waren nicht sehr freundlich, aber solange Wasser im Spiel ist, sind beide glücklich. Korbin traute sich, nach kurzem Zögern, dann auch, die kleine Wasserrutsche (die aussah, als würde man aus dem Mund eines Frosches rutschen) runterzurutschen und wollte dann gar nicht mehr aufhören. Barrett tauchte nach seinem Spielzeug und zeigte, was er alles schon gelernt hatte.
Am Abend ging ich dann mit Nancy auf die Suche nach Cowboyboots oder besser gesagt, auf die Suche nach der richtigen Größe. Ich wusste schon, welche Schuhe ich haben wollte, allerdings war ich mir bei der Größe nicht hundertprozentig sicher. Im Laden konnte ich es dann aber herausfinden, auch wenn mein Schuh, da er ein Sale-Angebot war, nur online verfügbar ist. Nachdem wir in einem weiteren Laden waren, in dem sie aber auch nicht vorrätig waren, bestellte ich sie dann online, während wir noch vor dem Einkaufszentrum saßen und uns ein bisschen unterhielten.
Mittwoch Morgen gingen Barrett und ich zusammen einkaufen, um Toast Hawai zu machen. Als wir zurückkamen, war eine Freundin von Jenny da, die die Kinder und auch ich super gerne sehen. Sie selbst hat sogar auch mal ein paar Jahre in Deutschland gewohnt, kennen tun wir sie, weil sie mit Jenny zusammen unterrichtet hat. Die Kinder spielten den ganzen Vormittag mit ihr und zeigten ihr sämtliches Spielzeug. Am Nachmittag hatten wir dann eine kleine Gartenparty im Pool, da man bei den momentanen Temperaturen draußen nichts anderes machen kann. Am Abend ging es für mich dann mit Nancy zum Sound and Cinema, einer Open Air Veranstaltung, bei der ein Spielfilm auf der Leinwand gezeigt wird. Wie immer ohne Eintritt und ganz entspannt. Diesmal gab es ‚Raising Arizona‘, eine alte Komödie aus den 80igern. Es war eine lustige Sache und ein schöner Abend. Nancy und ich machten unserer Sommerdiät alle Ehre und holten uns Pizza, neben uns spielte ein kleiner Babyhund mit einem großen Hund. Generell waren sehr viele Hunde da, was aber für niemanden ein Problem zu sein schien.
Donnerstag war dann ja schon wieder der kleine Freitag und die Woche somit fast geschafft. Nachdem ich die Kids angezogen hatte und wir draußen ein bisschen Fahrrad gefahren waren, ging es rein und wir spielten Verkleiden. Sie lieben es, sich zu verkleiden und dann auf ihre Lieblingssongs zu tanzen. Am Ende waren sie dann Banditen und überfielen mich und meinen Einkaufsladen solange, bis sie ins Bett mussten. Danach entschieden sie sich, mit ihrem Zug zu spielen und ich war der Kapitän, der sämtliche Ansagen machen durfte, sowie melden musste, wenn mal wieder ein Zug mit den armen Kindern entgleist war:D. Nachdem wir noch ein bisschen gepuzzelt und den Abc-Song geübt hatten (wir haben ein ABC-Puzzle), räumten wir auf und sie durften Biene Maja schauen, bis Mama mit Smoothies und Abendessen zurück war.
Ich machte mich nach dem Abendessen für ein weiteres „Ausgehen“ fertig. Ich traf mich mit Nancy und Lexi im Icenhauers, weil es dort Live-Musik geben sollte und wir die Band mehr mögen, als die, die sonntags spielt. Wir hatten unseren Spaß und es war auch nicht so voll wie am Wochenende, was es ein bisschen entspannter machte. Außerdem war es schön, Lexi mal wieder zu sehen und etwas mit ihr zu unternehmen. Zurück zu Hause ging es dann schnell ins Bett, damit ich auch ausgeschlafen war.
Freitag war dann unser Schwimmtag. Morgens hatte Barrett eine Schwimmstunde etwas außerhalb, so dass Korbin und ich zu Hause blieben und spielten. Endlich wurde auch mal ein bisschen gemalt, etwas, das man mit Barrett nicht machen kann, da er es absolut hasst (wird wohl kein Künstler werden). Außerdem spielten wir Lego und lasen ganz viel, da Korbin lieber bei mir auf dem Schoß saß, als rumzurennen. Am Nachmittag hatten beide dann kaum Mittagsschlaf gemacht und es ging für Barrett zur nächsten Schwimmstunde ins Y, diesmal durfte er anschließend aber auch mit Korbin und mir draußen im Freizeitbecken spielen. So gehen die Nachmittage immer ganz schnell rum und die Kinder sind am Ende des Tages ko. Zwar benahm sich Barrett nicht besonders gut und schrie am Ende rum, weigerte sich, sich anzuziehen und beschimpfte die Lifeguards, aber zum Glück war ich nicht alleine, auch Jenny war, wie immer, mit dabei. Zurück zu Hause durfte er das dann mit seinen Eltern ausdiskutieren und musste ihre Strafe (die Legos waren weg) dann hinnehmen, während ich mich schnellst möglich fertig machte, aß und dann mit Nancy zur Galleria fuhr. Dort schlenderten wir ein bisschen rum und holten uns am Ende einen viel zu großen Frozen Yoghurt. Den aßen wir dann auf der kleinen Wiese und beobachteten die Kinder im Splashbad, während die Sonne unterging.
Samstag Morgen ging es dann zur Mall, da ich eine bestellte Hose abholen musste und zwar noch, bevor wir Anna, eine Freundin von Nancy, am Flughafen abholen wollten. Anna war in ihrem ersten Jahr als Au Pair in Austin gewesen, ihr zweites verbrachte sie in Seattle. Auch sie kommt aus Kolumbien und versteht sich super gut mit Nancy. Wir holten sie also ab, gingen zum Lunch ins Kome, danach weiter zur HOPE-Outdoor Galleria und South Congress. Dort setzten wir uns dann in ein Restaurant, die Mädels bestellten Bier und redeten. Außerdem machten wir Pläne für den Abend, weil wir zusammen ausgehen wollten. Schließlich luden uns Isra und Jose zu einer Party bei einer Spanierin (Vanessa) ein – Motto: all white. Wir entschieden uns, dorthin zu gehen, weil auch die Leute, mit denen wir sonst feiern gehen, dorthin gingen und es außerdem immer eine lustige Truppe ist. Dort angekommen, gab es dann sogar typisch spanisches Essen und wir hatten einen langen und schönen Abend/Nacht. Um halb fünf Uhr morgens war ich dann endlich im Bett und schlief, für meine Verhältnisse, überirdisch lange, nämlich bis 12 Uhr. Nancy war schon ein bisschen früher aufgestanden, um Anna zu verabschieden. Da wir das Fußballspiel Deutschland gegen Chile sehen wollten, hüpfte ich also aus dem Bett, in meine Klamotten rein und los ging’s. In der Sports-Bar gab es für uns beide dann erst mal Pommes, für mich noch einen Burger (jaja, Sarahs healthy Lifestyle…). Das Spiel war gut und wir hatten unseren Spaß. Während wir also schauten, fragte Silvia uns, ob wir zu Nelson an den Pool kommen wollten, wozu wir natürlich nicht nein sagten, da wir unsere Badesachen dabei hatten, um nach dem Spiel zu Barton Springs zu fahren. Also ging es, nachdem das Spiel zu Ende war und Deutschland gewonnen hatte, stattdessen zum Pool und wir hatten einen entspannten Nachmittag, wenn wir beide auch recht müde waren. Für uns ging es daher um halb sieben nach Hause und nicht, wie für die anderen, zum Dinner außerhalb von Austin. Das Wochenende war somit auch schon wieder rum und es war doch ein wenig merkwürdig, zu wissen, dass vier Tage später mein Urlaub beginnen würde und Simon kommen sollte. Das hatte mein Hirn noch nicht ganz verarbeitet.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s