Finally some tourist stuff:)

Montag Morgen wachte ich erstmal mit einem dröhnenden Kopf auf und mir war klar: Ich bin vollständig in Austin angekommen, da jeder hier früher oder später Allergien bekommt! Oder vielleicht war es doch nur mein Rücken, wer weiß das schon. Ob Allergie oder Rücken, ich wusste, dass es ein anstrengender Tag werden würde, da Barrett am Tag zuvor schon schlecht drauf war, bei ihm lag es allerdings wirklich an den Allergien. Seine Nase war zu, der Kopf tat weh und er fühlte sich einfach krank. So war es auch an diesem Tag und er hatte wirkliche Probleme bei allem. Zuhören, am Tisch sitzen, spielen, egal was und egal wo. Ich versuchte, beide zu beschäftigen, Barrett schrie allerdings den ganzen Tag rum und suchte Ärger. (Nach meiner Arbeitszeit schnitt er Korbin dann mal ein paar Haare ab). Korbin hatte einen recht guten Tag, musste sich allerdings auch viel von seinem Bruder gefallen lassen. Trotz allem überlebten wir alle den Tag und hofften, dass Barretts Allergien bald besser werden würden und er würde schlafen können, damit er wieder zu seinem eigentlichen lieben Ich zurückkehren konnte.Nach meiner Arbeitszeit machte ich mich dann an ein weiteres Formular für den Medikamentenversand, damit dieses Thema irgendwann auch mal ein Ende findet.
Dienstag war dann Playdate Tag. Am Vormittag kam Nancy mit ihrem Hostkind vorbei, während Barrett und Jenny zum Schwimmen fuhren. Wie immer spielten die beiden Kinder friedlich zusammen, nur am Ende der Zeit entschieden sie sich, jeder alleine etwas kochen zu wollen. Nachdem die Beiden gegangen waren, aßen Korbin und ich draußen zu Mittag, bevor es ans Lesen und Schlafen legen ging. Barrett kam, kurz nachdem ich Korbin ins Bett gelegt hatte, nach Hause und wir zogen unser „Ins-Bett-geh“ Programm durch. Ich überlegte mir gerade, ob ich mich auch hinlegen sollte oder nicht, da ging die Tür auch schon wieder auf und Barrett stand im Flur und meinte, er müsse auf Toilette. Also nochmal auf Toilette und dann wieder hinlegen. Gerade als ich dachte, er wäre vielleicht doch eingeschlafen, ging die Tür wieder auf. Um kurz nach 1:00pm wurde dann auch Korbin wach und meine Pause war endgültig vorbei. Weiter ging es also mit Bespaßungsprogramm (was vor allem enthielt, dass sie nicht anfangen, sich zu streiten). Dann war es Zeit für unser zweites Playdate. Während Korbin und Jenny wieder Kleinigkeiten erledigten, gingen Barrett und ich zu Yuma und Lenno und brachten diesmal sogar eine Kleinigkeit mit: Eine große Box Megablocks (riesige Plastikbausteine), mit denen wir kaum noch spielen, da wir Duplosteine haben. Da Lenno und Yuma gerade erst hierher ausgewandert sind, ist noch nicht sehr viel Spielzeug vorhanden und die Megablocks wurden mit leuchtenden Augen entgegen genommen. Barrett war zwar nicht in bester Laune und machte es Lenno ein bisschen schwer, mit ihm zu spielen, aber irgendwie bekam Lenno es doch immer wieder hin. Nachdem wir ein bisschen im Appartement gespielt hatten, gingen wir runter an den Fluss, aber weil die Kids dort nicht so richtig spielen wollten, ging es kurze Zeit später zum Pool. Dort spielten dann alle ganz entspannt miteinander und sogar Korbin konnte am Ende nochmal kurz mit ins Wasser, da Jenny mit ihren Erledigungen früher fertig war, als gedacht. Zurück zu Hause war mein Arbeitstag dann zu Ende und ich machte mich zum Essen gehen fertig. Zusammen mit Nancy, Silvia und Lexi ging es dann ins Jack Allens. Für mich fand hier vor Monaten mein erstes richtiges Ausgehen, damals mit Lexi, statt und da Silvia noch nie dort gewesen war, mussten wir vor ihrer Abreise nochmal dort hin. Der Burger war, wie beim letzten Mal, super, die Chilifries allerdings nicht so gut, wie beim letzten Mal, aber keinesfalls schlecht.
Mittwoch ging es dann in Tag Nummer drei, der ein echter Kampf werden sollte. Morgens nur mit Barrett, versuchte ich mein Bestes, um so viel wie möglich mit ihm zu spielen und zu reden, musste ihn aber leider auch viele Male zurechtweisen oder sogar weggehen, da er seine Kräfte absolut nicht unter Kontrolle hatte und mir mehrfach richtig wehtat und auch mit Worten nicht zu stoppen war. Irgendwie ging aber auch dieser Vormittag vorbei und die Woche war schon halb geschafft. Am Nachmittag hatte ich dann beide Kinder zu Hause und versuchte, beide davon abzuhalten, sich gegenseitig weh zu tun. Momentan haben sie nämlich die böse Angewohnheit, sich ins Gesicht zu kneifen oder zu schlagen. Wir gingen raus und suchten Stöcke im Vorgarten, um ein „Lagerfeuer“ zu machen, pusteten Pusteblumen und fuhren Fahrrad. Das war mein Versuch, die Energie aus Barrett irgendwie rauszubekommen. Leider war es aber auch mit Time-out verbunden, das er nicht einhielt und mit einem Grinsen im Gesicht immer das tat, was er nicht sollte, wie zum Beispiel durch Mamas Blumen zu trampeln oder zu versuchen, die Finger in die Klimaanlage zu stecken. Meine Geduld war wirklich kurz vorm Ende und ich musste mehrfach einfach bis 10 zählen oder versuchen, ihn zu ignorieren, um nicht zu explodieren. Dann macht Barrett nämlich nur noch weiter, weil er einen wunden Punkt gefunden hat. Nachdem wir wieder drinnen waren, spielten wir dann noch ein bisschen mit ihrer Küche und den Zügen und als Mama mit Smoothies nach Hause kam, erlaubte sie sofort Cartoons, da wir beide mit unserem Latein am Ende waren. Allerdings räumte Barrett auf Bitten von Jenny auch nicht auf, diese Diskussion beendete sie jedoch alleine und bat mich, mit Korbin schon mal Biene Maja anzufangen. Gesagt getan und eine halbe Stunde später war ich dann auch endlich off. Ich aß kurz, dann verschwand ich in meinem Zimmer und versuchte abzuschalten, hatte allerdings noch mehr Sachen zu tun, damit die Medikamente auf den Weg gebracht werden konnten (was bis jetzt noch nicht funktioniert hat.) Als ich das gefühlte 10000-ste Formular ausgefüllt und gegoogelt hatte, nahm ich mir dann meine Nachos, Käsesauce, Salsa und selbstgemachte Guacamole und aß alles zusammen, während ich einen Film schaute.
Donnerstag war die Woche dann schon fast geschafft. Als ich aufwachte, hatte ich schon eine Nachricht von Jenny auf dem Handy, dass Barrett wieder keinen guten Tag hätte und wenn ich ihn nicht nehmen wolle, wir die Kinder auch anders aufteilen könnten. Weil ich aber nach den vergangenen drei Tagen dieser Woche nichts anderes erwartet hatte, sagte ich ihr, dass ich Barrett nehmen würde. Wirklich schlimmer konnte es ja nicht mehr werden und zu unser aller Überraschung ging es nach einem Schrei- und Heulkrampf in den ersten 9 Minuten meiner Arbeitszeit immer besser. Den ganzen Vormittag spielten wir friedlich zusammen und schafften es sogar, eines unserer neuen Brettspiele auszuprobieren. Dabei schaffte er es, sich 30 Minuten lang recht gut zu konzentrieren, was eine super Leistung für sein Alter ist. Seine Laune war auch besser und er wurde so langsam wieder zu dem Barrett, den ich kenne. Donnerstag Nachmittag gingen wir dann alle zur Mall und kauften eine Hose für Papa. Aber nicht nur das. Es gab auch für alle einen Frozen-Yoghurt und es wurde Rolltreppe gefahren. Als unser „Pocket“-Lied (Can’t stop the feeling) gespielt wurde, tanzten wir alle wild durch die Gänge und die Kids hatten einen Heidenspaß. Auf dem Rückweg fiel Barrett dann ein, dass er ganz dringend Pipi muss. Glücklicherweise standen wir noch an der roten Ampel zum Highway und konnten umdrehen. Kurzerhand entschied Jenny, dass wir einfach zur Happy Hour im nahe gelegenen mexikanischen Restaurant gehen und ein paar Vorspeisen, sowie Margaritas (für die großen Kinder) bestellen. Also gab es Nachos mit Käse zum Abendessen, sowie Bohnen und Korbin probierte sogar einen gefüllten Champignon. Zurück zu Hause fiel ich dann nur noch ins Bett, da der Tag trotz eines besser gestimmten Barretts immer noch sehr anstrengend war. Freitag war es dann endlich geschafft und das Wochenende für alle zum Greifen nahe. Am Morgen hatten wir ein Playdate mit Tristen und Kieren am Pool. Brandon war zwar auch da, jedoch in der Krippe, da er mit 8 Monaten noch ein bisschen zu klein ist, um auch im großen Pool zu spielen. Zufällig trafen wir dann auch noch Nancy und meine LCC mit ihrem Kind. Für Nancy und mich eine nette Überraschung, auch wenn wir nicht wirklich miteinander sprachen, da wir alle Hände voll mit den Kids zu tun hatten. Der Morgen verging wie im Flug und das Playdate war viel zu schnell zu Ende. Freitag Nachmittag hatte Barrett dann gleich wieder Schwimmen, diesmal jedoch seinen Schwimmunterricht und nichts zum Spielen. Korbin und ich blieben zu Hause, da wir bei 38° nicht einmal in den Außenpool wollten. Zu Hause blieben wir auch im Haus, tanzten aber eine Runde auf deutsche, englische und dann sogar spanische Musik, bauten Türme aus Bausteinen (ich baute, Korbin durfte sie dann kaputt hauen), puzzelten unser Abc-Puzzle und hatten gute Laune. Dann durfte er eine Folge Biene Maja schauen, während ich Essen kochte. Dann fingen wir an zu essen und noch bevor wir fertig waren, kam sein geliebter Papa nach Hause. Der setzte sich dann mit Korbin hin und aß, währenddessen machte ich mich daran, das bisschen Unordnung aufzuräumen, das übrig geblieben war. Nachdem auch Barrett und Jenny zurück waren, aßen wir noch zu Abend, dann machte ich mich für ein kleines Night-out mit Nancy und Silvia fertig. Unsere erste Station war Mount Bonnell, ein weiter Aussichtspunkt, an dem wir uns den Sonnenuntergang anschauen wollten. Dort angekommen, hieß es dann erstmal: Ohne Schweiß kein Preis (auch wenn man bei 36° nicht wirklich etwas tun muss, um zu schwitzen…). Treppen steigen war angesagt, was für mich, über lange Distanz, ja nicht so ganz leicht ist. Aber ich schaffte es, in langsamem Tempo, ohne anzuhalten nach oben. Dort überlegte ich mir dann, dass es noch nicht genug war und kletterte, wie so viele Andere auch, auf eine Art Dachgestell. Die beiden anderen entschieden sich dafür, dass ihre Kleider zu kurz oder ihre Schuhe zu ungeeignet seien. Trotz nicht vorhandener Oberarmmuskulatur schaffte ich es drauf und wurde mit einer noch schöneren Aussicht belohnt. Runter kam ich auch irgendwie wieder und es war ein voller Erfolg. Anschließend zogen wir ins Spiderhouse, einem Café und Restaurant, das super gemütlich ist. Im Außenbereich gibt es eine kleine Bühne, Lichterketten und schöne Sitzgelegenheiten, innen hängt interessante Kunst und es gibt eine Fotobox, die wir natürlich gleich mal nutzten. Zum Abschluss des Tages ging es dann noch zu Sonic Eis essen, danach nach Hause. Auch wenn es spät geworden war – am nächsten Morgen konnte ich ausschlafen!
Samstag war dann shopping angesagt, auch wenn wir schlussendlich so gut wie nichts kauften. Ich suchte nach meiner Wunsch-Longhorn-Cap und einem 4th July Outfit, Nancy nach einem Baseball Shirt und einem Geschenk. Doch alles war nicht so zu finden, wie wir es gerne haben wollten. Wir haben leider beide ziemlich genaue Vorstellungen, wie die Sachen aussehen sollen, was es ja meist recht schwierig macht. Nach 8 Sportgeschäften gaben wir auf und entschieden uns, zumindest für diesen Teil Online-shopping zu betreiben. Als Abschluss wollte ich noch gerne in einen kleinen süßen Giftshop, nach einer Kette mit Anhänger schauen. Dort angekommen, waren wir beide begeistert, weil es ein sehr schöner Shop ist, mit ganz verschiedenen Dingen. Ich fand schnell eine Kette, die mir gefiel, schaute aber erst Mal noch weiter durch den Laden. Sogar ein ausgestopftes Longhorn stand im Laden, davor gab es für uns beide natürlich erst einmal ein Bild. Schlussendlich blieb es für mich dann bei der Kette, ich wollte aber Nancy nochmal um Rat fragen, welche ich denn nun kaufen solle. Ich zeigte ihr meine Auswahl und die Verkäuferin führte mich in eine Ecke, die ich noch nicht entdeckt hatte, dort hingen noch mehr schöne Ketten. Ich hatte nach kurzer Zeit noch zwei weitere Ketten in engerer Auswahl, doch als ich mich für eine entschieden hatte und sie kaufen wollte, stoppte Nancy mich plötzlich und zog genau diese Kette aus ihrer Tasche. Sie hatte sie schon für mich gekauft. Ich freute mich riesig über diese Geste und konnte gar nicht mehr aufhören, mich darüber zu freuen. Nancy war ein gaaaaanz kleines bisschen geknickt, da sie die Kette eigentlich noch einpacken wollte, bevor ich sie bekommen sollte, nun aber direkt damit rausrücken musste. Für mich gab es da keinen Unterschied und mein Shopping Erlebnis kam, obwohl ich nichts gekauft hatte, zu einem schönen Ende. Wir gingen dann noch im berühmten Gourdough’s Public House essen, fanden die Kombination aus Donut als Burger oder Sandwich als Brötchen jedoch nicht wirklich gut. Abends wollten wir dann eigentlich noch ausgehen, aber da es Nancy nicht so gut ging und ich auch recht müde war, entschieden wir uns dagegen.
Sonntag hatten wir dann auch einiges vor. Um kurz nach neun hieß es: Aufstehen und fertig machen zum Brunchen. Ich holte Nancy ab und zusammen fuhren wir Downtown und sammelten Silvia und Nelson ein. Diese waren zwar noch ein wenig verkatert, aber brunchen musste sein. Wir fuhren zu einem kleinen französischen Restaurant und bekamen nach kurzem Warten sogar gleich einen schönen Tisch. Wir entschieden uns dafür, vier unterschiedliche Sachen zu bestellen und einfach alles zu teilen. Das stellte sich als super Idee heraus und wir wurden papsatt. Nelson bestellte sich noch ein Ei und ich bekam nach langer Zeit mal wieder Bacon.
Nach dem Brunch gingen wir los, uns endlich mal ein paar Streetart Bilder anzuschauen. Die, bis dato nicht vorhandene, Sonne kam auch immer mal wieder raus, was wir persönlich gar nicht so toll fanden, da es auch so 32° waren. Nachdem wir 4 dieser Bilder gesehen hatten, ging es dann zu Nelsons Appartement und ab in den Pool. Dort kühlten wir uns dann für 2 Stunden ab, lagen auf Liegen im Wasser in der Sonne und Silvia machte sogar einen kleinen Nap. Anschließend machten wir uns dann fertig und starteten zur Live-Musik auf die Rainey street. Dort hatten wir unseren Spaß und auch der für kurze Zeit verschwundene Nelson tauchte wieder auf. Nachdem die Livemusik zu Ende war, hatten wir dann alle großen Hunger und entschieden uns dafür, bei Sonic zu essen. Dies ist zwar eigentich kein wirkliches Restaurant, aber das Essen ist tausendmal besser als McDonald (wie Sonic aussieht, seht ihr unten!). Für Nancy und mich war dies der Abschluss des Tages, Silvia und Nelson wollten noch zur Oasis zur Salsanacht. Gerne setzte ich sie dafür bei ihrem Auto ab, das auf unserem Heimweg stand, weil ich so nicht mal Silvia nach Hause fahren musste, was mir 40min Fahrt ersparte. Zuhause angekommen, zog ich mich dann um und ging bald schlafen, um fit für eine neue Woche zu sein und für alles, was dort auf mich warten wird.

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