Tschüüssss Alicia…

Nach meinem Wochenende in Atlanta hatte ich dann montags den halben Tag frei und konnte somit ausschlafen. Am Vormittag kam dann noch eine Freundin von Jenny vorbei, um mir Tipps für meinen Urlaub zu geben, da sie schon mehrere Male in Yosemite und gerade erst vom Grand Canyon zurück gekommen war. Jenny war mit den Kindern den ganzen Vormittag unterwegs und als sie nach Hause kamen und die Kinder hörten, dass ich wieder da war, kamen sie beide auf mich zugerannt und warfen sich auf mich. Für mich eine schöne Erfahrung, die ich in meiner alten Gastfamilie nie hatte. Am Nachmittag arbeitete ich dann ganz normal und wir spielten mit Duplos. Außerdem spielten wir Candy Land, so etwas, wie das Leiterspiel und die Kinder benutzten mich mal wieder als Spielgerät. Nach der Arbeit machte ich mich dann direkt an das Abschiedsgeschenk für Alicia, ein Video mit Bildern von ihren 2 Jahren hier in Austin. Nach 4 Stunden Arbeit war es dann auch endlich geschafft und ich ging bald ins Bett, da ich immer noch unter Schlafmangel der letzten Nächte litt.
Dienstag war dann mein Playdate Tag. Morgens setzte Jenny Korbin und mich bei Nancy ab und so konnten ihr Hostkid und meins den ganzen Morgen zusammen spielen. Sie verstehen sich sehr gut und haben immer Spaß miteinander und Nancy und ich können uns sogar während unserer Arbeitszeit treffen. Nachdem Barrett fertig mit schwimmen war, holten sie uns dann wieder ab, es wurde Mittagsschlaf gemacht und dann ging es zu Karo, Lenno und Yuma. Dort blieben Barrett und ich, während Jenny mit Korbin ein paar Sachen erledigte. Wenn Jenny nicht dabei ist, ist der gesprochene Deutschanteil noch höher. Korbin wollt aber auch unbedingt mit Yuma und Lenno spielen, somit kamen sie am Ende doch noch kurz vorbei. Wir waren, wie immer, erst kurz im Apartment, gingen dann an den Communitypool, wo Barrett mittlerweile ohne irgendwelche Probleme spielen kann und sogar seinen Kopf unter Wasser steckt. Nach der Arbeit machte ich mich dann fertig und es ging zu Alicias Abschiedsparty. Sie hatte uns alle zu ihrer Gastfamilie in den Vorgarten eingeladen und es gab S’mores. Außerdem zeigten wir ihr das Abschiedsvideo und übergaben unser Geschenk. Damit brachten wir sogar die sonst so tapfere Alicia zum Weinen. Nach einem gemeinsamen Gruppenfoto ging es dann ans tschüss-sagen. Wir werden sie hier ganz schön vermissen, Silvia und ich wissen zum Glück aber auch, dass wir sie, zurück in Deutschland, entweder in Frankreich oder Spanien besuchen werden.
Mittwoch war dann Jenny’s Geburtstag und zur Feier des Tages gingen meine Hostparents morgens brunchen, während ich mit den Kindern zu Hause blieb, ein Bild für Mama malte und Spiele spielte. Am Nachmittag fuhren wir dann zu Kraus Springs, einem natürlichen Pool mit Wasserfällen, Klippenspringen etc. Mit den Kindern gingen wir natürlich nur schwimmen, aber hatten definitiv unseren Spaß und es war ein schöner Tag. Nach der Arbeit machte ich mich dann für mein erstes „Blues on the Green“ im Silke Park fertig, ein freies Konzert. Auf dem Weg dorthin holte ich noch Nancy ab und wir hatten einen super tollen Abend. Nach einer Blues Band kam dann Grupo Fantasma, ein Latin Funk Orchestra aus Austin. Trotz ihrer neun Grammy Awards treten sie immer noch umsonst im Silke Park auf, da das einer ihrer ersten Showmöglichkeiten war. Das ganze ging bis 10pm, dann ging es für Nancy und mich mit einem kurzen Zwischenstopp, um was zu essen zu kaufen, nach Hause.
Donnerstag Vormittag ging ich dann mit Barrett einkaufen, damit wir zusammen Maccaroniauflauf kochen konnten. Erstens wollte meine Hostmum gerne, dass er mal auf Deutsch einkaufen geht und zweitens liebt Barrett kochen. Im Laden half er mir, Nudeln und Milch zu finden, entschied, dass er gerne noch ein paar Avocados kaufen möchte und bekam an der Kasse sogar noch Sticker. Beim Kochen durfte er dann die Eier und die Milch zusammen schütten, Nudeln ins Wasser geben und beim Schichten helfen. Rechtzeitig zum Mittagessen war der Auflauf zwar nicht mehr fertig, aber so aßen sie ihn eben als Snack danach. Am Nachmittag ging ich mit ihnen raus, im Wasser spielen, dann spielten sie drinnen noch eine Weile bis ich off war. Am Abend skypte ich mit Johanna und setzte mich zu Sarah (der Babysitter, während meine Hostparents im Kino waren).
Und schon war auch wieder Freitag und die Woche fast rum. Vormittags hatte ich nur Barrett und wir spielten, obwohl er müde war, ein Spiel nach dem anderen, weil er, nachdem das erste Spiel aus seiner Spielbox gespielt war, alle anderen auch noch spielen wollte.
Jenny war mit Korbin unterwegs und somit wurden auch keine Karten geklaut, Figuren umgestoßen oder mussten zwei Kinder mit unterschiedlichen Sachen beschäftigt werden, was bei Korbin immer noch ein bisschen schwer ist, da er eben doch noch viel Aufmerksamkeit braucht. Am Nachmittag gingen wir dann nicht, wie sonst, schwimmen, sondern spielten draußen, schaukelten und räumten mal all unsere Spielsachen wieder richtig auf, dann durften sie Biene Maja schauen, was für sie vor allem zum Vokabeln lernen gut ist. Dann gab es noch eines ihrer Lieblingsessen: Pad Thai (Asiatisches Nudelgericht) Ich ging an dem Abend noch aus, da Jose Geburtstag hatte und auch, wenn ich recht müde war, war es ein schöner Abend.
Samstag traf ich mich dann mit Silvia und wir fuhren Downtown. Zuerst ging es auf ein kleines Event von Fasten (einer weiteren App, um nicht Taxi fahren zu müssen), wo es freie Getränke und Essen gab. Für das Essen standen wir dann eine gute halbe Stunde an, um dann, kurz vor dem Tresen, gesagt zu bekommen, dass das Essen aus ist….
Daraufhin gingen wir in eine Kneipe/Restaurat in einer der Nebenstraßen, wo wir ein gutes Sandwich und Salat aßen. Da es um die 35° waren, begaben wir uns anschließend zum Barton Springs Pool. Silvia war noch nie dort gewesen und Wasser war nun wirklich die beste Idee bei diesen Temperaturen. Danach gab es dann noch einen Snow Cone (den kannte sie auch noch nicht, obwohl sie schon seit mehr als einem Jahr in Austin lebt), dann fuhr ich sie nach Hause. Dort begutachteten wir noch die Dinge, die Alicia beim besten Willen nicht mehr in ihren Kofferbekommen und uns gegeben hatte, um sie entweder zu behalten oder wegzugeben. Schließlich fuhr ich nach Hause und verbrachte den Abend dort, was in den letzten zwei Wochen eher wenig vorgekommen war.
Sonntag war dann erst Mal ausschlafen/Schlaf nachholen angesagt, da ich, trotz eines kleinen Naps in Barton Springs, noch immer recht müde war. Ausgeschlafen machte ich mich dann an meine to do Liste, die unter anderem auch beinhaltete, diesen Blogpost zu schreiben. Außerdem bereitete ich die nächste Woche mit den Kindern vor, organisierte die Playdates und vieles mehr. Am Abend ging ich dann zur Rainey Street zur Live Musik. Leider war diese jedoch schön früher als normal beendet, weil das Programm auf Grund von Vatertag verändert worden war. Früher hätten wir allerdings auch nicht gehen können, da sowohl Nancy als auch Silvia arbeiten mussten. Auf dem Weg dorthin hatten wir dann noch Shake abgeholt. Als Alternative zogen wir ein bisschen von Bar zu Bar und schauten, was dort so los war, entschieden uns dann dafür, essen zu gehen. Wir gingen in das schon seit Ewigkeiten existierende Chuy’s, ein Tex-Mex Restaurant, ursprünglich aus Kalifornien. Das Essen war super scharf, aber gut und ich hatte das berühmte Chicka-Chicka Boom Boom. Das ist Hähnchen in Tortilla, Bohnen und Reis, darüber die Boom Boom Sauce (Achtung, super scharf!). Es war ein schöner Abend und ich hatte Gelegenheit, Shake noch ein bisschen besser kennenzulernen. Zurück zu Hause ging ich dann ins Bett und bereitete mich auf eine neue Woche vor.

 

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