Atlanta

am

Freitag Morgen war dann ganz entspannt, da wir gleich zwei Play dates auf einmal bei uns zu Hause hatten und Jenny mit den Müttern befreundet ist. Somit war ich mehr oder weniger off und sollte einfach machen, was ich wollte. Ich nutzte die Zeit, um schon mal meinen Koffer für Atlanta zu packen, die Kamera einsatzfähig zu machen, sowie die Medikamente zu richten. Außerdem machte ich mich an das Projekt, „Shorts selbst machen“ die Zweite. Dann war Essenszeit für die Kinder und während sie aßen und ich sie ins Bett brachte, fuhr Jenny los und holte Antibiotikum für Stella, weil sich ein Zahn in ihrem Kiefer entzündet und sie eine geschwollene Schnauze hat. Wir hoffen, dass sie so um die Prozedur Röntgen und Zahn ziehen kommt, da das keine schöne Sache für sie wäre… Während die Kinder schliefen, hatte ich dann wieder frei, bereitete mich aufs Schwimmen am Nachmittag vor und aß mit Jenny zu Mittag. Dann wachte Korbin unerwarteter Weise früher auf als sonst und fühlte sich offensichtlich nicht gut, denn er weinte und lief wie ein kleiner Geist ganz verwirrt durchs Haus. Jenny kuschelte dann mit ihm und ich spielte ein bisschen mit Barrett, nachdem auch er wach geworden war. Dann gab es ein bisschen Medizin für meinen kleinen Mann und wir gingen ein paar Sachen erledigen, damit die Kinder nochmal aus dem Haus kamen. Zuerst hielten wir an einem Second Hand Laden für Kinder an und kauften Barrett ein paar neue Shorts. Dann ging es ins Garden Center, wo Barrett schon beim Ankommen auf dem Parkplatz verkündete, dass er mit Korbin im Auto sitzen bleiben würde, da er nicht mit rein wollte. Also blieben wir sitzen, hörten Musik und busy Korbin hatte ein wichtiges Telefongespräch nach dem anderen (“ Auto Auto tree ja“). Weiter ging es dann zur Tierhandlung, welche die Kinder lieben. Jedes Tier wird genau inspiziert, außer Ratten, die finden sie beide nicht sehr interessant. Am liebsten haben sie die Hundestation, bei der die Besitzer ihre Hunde wie im Kindergarten abgeben können. Dann kommen die Hunde (nach Größe eingeteilt) in zwei Räume und bleiben dort, bis sie wieder abgeholt werden. Nachdem wir die Sachen für Stella ausgesucht hatten, ging es dann zu unserer letzten Station Sonic. Dort bekamen wir alle ein Lime Splash mit Eis, was für die Kinder definitiv das Highlight in jedem Getränk ist. Zu Hause angekommen, spielten sie dann noch ein bisschen im Auto, dann durften sie noch ein bisschen Simsalagrimm schauen, bis es Essen gab. Danach ging es für mich noch zur Galleria, da ich für Atlanta etwas umtauschen musste, dann nach Hause, die letzten Sachen einpacken und fertig war ich für Atlanta. Ich freute mich unheimlich auf Vanessa und vor allem Johanna, aber es war auch ein merkwürdiges Gefühl, Austin ohne meine Familie zu verlassen. Keine Kinder, die ich sehe und höre, kein normales Wochenende.
Um 2:30am klingelte dann mein Wecker und los ging es. Zuerst mit dem Auto ein bisschen Richtung downtown, da von uns aus um diese Zeit keine Ubers zum Flughafen fahren, dann funktionierte die Uber App nicht und ich musste doch auf das teure Rideshare umsteigen (Wuhu). Immerhin hatte ich dort ein wenig Geld gespart. Am Flughafen klappte dann zum Glück alles ohne Probleme und nachdem ich mir ein bisschen etwas zu Essen runtergewürgt hatte, ging es zum kurzen Zwischenstopp nach Houston, dann weiter nach Atlanta, wo Vanessa mit Johanna, die eine Stunde früher gelandet war, schon auf mich wartete. Nach einer freudigen Begrüßung führen wir direkt downtown und das Touristenprogramm startete. Zuerst ging es zum Hard Rock Cafe, da Vanessa noch ein Geschenk kaufen musste, dann zum CNN Center. Nachdem Johanna und ich von 2 Asiaten angesprochen wurden, ob wir nicht ein Selfie vor dem CNN Sign mit ihnen machen könnten, gingen wir hinein. Dort kann man die längste freie Rolltreppe Amerikas sehen. Außerdem hängen dort riesige Fernseher, es gibt Essens- sowie Souvenirläden. Die Tour durch die Studios haben wir nicht gemacht, da auf Grund eines Kongresses die Wartezeit 1,5h betrug. Wir gingen, nach einem kurzen Abstecher in den Football Hall of Fame Shop, zum Atlanta Sign. Nach einer kleinen Fotosession gingen wir in die Coca-Cola World, um etwas zu Mittag zu essen. Dort erfährt man einiges über die Geschichte von Coca-Cola, sieht, wie die Flaschen abgefüllt werden, Werbeclips aus verschiedenen Jahren und Ländern. Außerdem kann man mit dem bekannten Polarbären posieren, Werbeplakate und alte Getränkeautomaten bewundern. Das Highlight der Austellung ist die Beverage Abteilung, in der man über hundert Marken und Arten Getränke probieren kann. Aufgeteilt in Kontinente, probiert man dort die berühmtesten Getränke verschiedener Länder. Ob Fanta Kiwi Apfel aus Thailand, Root Beer aus Tansania oder die gute alte Mezzo Mix aus Deutschland, alles ist dort zu finden. Nach knapp 55 Sorten gaben wir allerdings auf, da alles einfach nur noch süß schmeckte. Nach einem Becher Wasser ging es dann zurück zum Auto und zu „Village Corner“, einem deutschen Restaurant. Dort lernten wir Elke kennen, eine Freundin von Vanessa. Das Essen war super gut (ich hab Raclette bekommen😍😍) und der Chef spricht nach 50 Jahren in Atlanta kein einwandfreies Deutsch mehr. Zum Abschluss des tollen Tages ging es zu einer Lasershow in Mountain. Johanna und ich freuten uns über die Idee, da so etwas nicht jeder bei einem Atlanta Besuch zu sehen bekommt. Die Show selbst war beeindruckend und auch, wenn Johanna und ich uns mal wieder blamierten (wir hatten unseren Spaß bei dem Quatsch, den wir machten) nahm uns Vanessa danach noch mit nach Hause. Sie selbst wohnt in Monroe, etwa eine Stunde von Atlanta entfernt. Dort fielen wir um kurz nach halb eins und ich nach 22 Stunden ohne Schlaf todmüde ins Bett, aber nicht, ohne uns vorher in dem riesigen Basememt nochmal umzuschauen und das Trampolin auszuprobieren, sowie die lebensgroße Kuh zu bewundern. Sieben Stunden später klingelte auch schon wieder der Wecker. Zuerst frühstückten wir zusammen und lernten Vanessas Hostkids, sowie ihre Hostmum kennen, die uns gleich Pancakes anbot. Gut gestärkt sprangen wir dann schnell unter die Dusche und packten unsere Sachen. Dann ging es durch das kleine Städtchen Monroe, das nicht all zu viel zu bieten hat, aber ganz süß ist. In Atlanta führen wir dann zuerst in den Piedmont Park, ein großer Park etwas nördlich von Downtown. Dort kann man um einen See spazieren oder eine Menge Sport machen (nicht für mich:D). Anschließend ging es zum Ponce Market zum Mittagessen. Dort gibt es Essen aus aller Welt und es sieht ein bisschen wie ein kleiner Bahnhof aus. Nachdem wir hoch und runter gelaufen waren, entschieden wir uns für asiatisch, das zwar nicht unbedingt etwas Besonderes ist, aber Gyros wollten wir nicht wirklich probieren, da es teuer und wahrscheinlich nicht wirklich gut gewesen wäre. Das asiatische Essen war gut und nachdem wir alle gestärkt waren, ging es zum letzten Stop unserer Reise – der Jackson-Hartfield Bridge. Dort konnten wir nochmal die schöne Skyline von Atlanta bewundern und eine Menge Fotos machen. Auch fand Johanna hier ihren gewünschten Sticker: „Nett hier, aber waren Sie schon mal in Baden-Württemberg? Wir können alles, außer Hochdeutsch!“
Nachdem wir davor von ihr natürlich zig Fotos gemacht hatten, ging es dann zurück zum Flughafen. Dort kam es dann zum bisher schwersten Abschied für mich. Der Trip nach Atlanta war auch das letzte Mal, dass ich Johanna hier gesehen habe, da sie nun doch nicht, wie gedacht, für 9 Monate verlängert, sondern Ende Juli schon wieder nach Hause fliegt! Zum Glück weiß ich, dass ich sie in Deutschland wieder sehen werde, trotzdem werde ich sie hier in meiner Zeitzone vermissen. Nachdem ich sie verabschiedet hatte, stiegen wir beide dann auch bald ins Flugzeug. Sie hatte einen Direktflug zurück nach DC, ich hatte 2h Aufenthalt in Houston, was einem hirnrissig vorkommt, wenn man bedenkt, dass der Flug nach Austin dann nur noch 23min dauerte. Aber gut, so ist es nun mal und als ich um kurz vor eins zu Hause war, fiel ich einfach nur noch tot ins Bett. Es war ein gelungenes Wochenende und ich bin froh, mal wieder geflogen zu sein (ich liebe fliegen) und wir werden sehen, was da noch so auf mich wartet.

 

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